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Barkassenfahrt von Hamburg nach Buxtehude

 

Auf der Internetseite unserer Hansestadt Buxtehude hatten wir gelesen, dass wieder die schönen Barkassen zwischen Hamburg und Buxtehude fahren würden. Dieses Abenteuer wollten wir auch einmal erleben.
So sprangen wir eines Abends zu unseren Mitbewohnern aufs Sofa, setzten unser liebstes Lächeln auf und fragten: „Dürfen wir auch einmal mit diesen Barkassen auf dem großen Fluss, der Elbe und unserer Este fahren? Bittteeee…!!!“ „Das machen wir!“, antwortete unsere Mitbewohnerin ganz spontan. Wir schauten uns verdutzt an - das war ja einfach! Bestimmt kam diese schnelle Antwort, weil wir in der letzten Zeit ganz brav waren, jedenfalls dachten wir drei das.
mfw14_061456k_A132229Einige Tage vergingen, bis wir eines Morgens zum Buxtehuder Bahnhof fuhren. Alle üblichen Taschen mit den Kameras waren gepackt.

An diesem Tag fuhren wir die bekannte Strecke zu den Landungsbrücken. Über die beweglichen Felsklippen, welche Ihr ja Rolltreppen nennt, ging es hinaus ins Freie. Diesen Anblick genossen wir jedes Mal und es ist schon fast eine Tradition, dass wir dort kurz verharren und alles auf uns wirken ließen. Irgendwie war der Hamburger Hafen immer etwas anders, etwas ganz besonderes, das muss man einfach selbst erlebt haben!
mfw14_061465Da wir uns dort schon sehr gut auskannten, durfte Hase sogar ganz allein vorlaufen. Unsere Mitbewohner, meine Frau und ich schlenderten langsam hinterher und genossen diesen bezaubernden Ausblick über den Hafen mit seinen mächtigen Schiffen aus aller Welt. Hase war bereits im Büro bei Barkassen-Meyer angekommen und machte mit Achim, Michi, Julian und Kai Scherze. Alle lachten und freuten sich. Ein beglücktes vierstimmiges ‚Moin!‘ schwang uns entgegen, als wir ankamen. Es ist zu schön, dass wir solch tolle Freunde haben!
Dann hieß es ‚Schiff ahoi!‘ und wir durften das weiß - rote Schiff betreten. Das Schiff war eine Barkasse und ihr Name „Lütte Deern“. Ja, ja, ich weiß, was ihr jetzt denkt: ‚Lütte Deern‘ ist plattdeutsch und bedeutet so viel wie ‚kleines Mädchen‘. Also, die Barkasse war alt, aber noch nicht so alt wie wir. Damit sie wieder schick aussieht hatte die Berliner Künstlerin Julia Benz sie mit Wasserblumen und Wellen bemalt.
mfw14_061535mfw14_061567Schnell suchten wir uns schöne Plätze. Unser Skipper war der Kai. Für die Gäste und die Erklärungen war Julian zuständig. Da wir als erstes einsteigen durften, hatten wir noch Zeit, bis alle anderen Besucher an Bord waren. Julian, der schon wusste, dass wir Schleckermäulchen sind, hatte uns ein Eis mitgebracht und wir saßen erst einmal gemütlich beisammen. Dann zeigte er uns alles auf dem Schiff: die Rettungswesten, das Steuerrad, die Lampen und so viel mehr.

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Mit einer tiefen Stimme rief Kai: „Julian, Leinen los!“ Gesagt, getan - die Fahrt begann. Unser Mitbewohner hatte am Heck, dass ist hinten am Schiff, seine Filmkamera aufgebaut und unsere Mitbewohnerin fotografierte schon wieder. Julian erklärte den Gästen ganz genau, was sie sahen. „Zwischen dem großen grünen Segelschiff ‚Rickmer Rickmers‘ und dem größten fahrbereiten Museumsschiff der Welt, der ‚Cap San Diego‘ fahren wir jetzt hinaus auf die Elbe…“ So begann nun unsere Reise in unsere Hansestadt Buxtehude.
Die Sonne strahlte freundlich vom Himmel und eine leichte Brise, wie ein bisschen Wind hier genannt wird, machte es an diesem Tag nicht so sehr heiß. Unsere Barkasse tanzte auf den Wellen und einige Gäste stimmten an: „Eine Seefahrt die ist lustig, eine Seefahrt, die ist schön ….“ Es war eine tolle Stimmung an Bord. Hase und meine Frau machten ein kleines Tänzchen und ich freute mich über diese besondere Atmosphäre, alle waren jetzt schon vergnügt und ausgelassen. Wir schipperten an den Landungsbrücken und dem Fischmarkt vorbei. Diese sind in der ganzen Welt bekannt, auch das Cruise Center Altona, wo gerade das riesige Kreuzfahrtschiff, die Queen Elizabeth zu Besuch war.

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Unser Boot sprang über die Wasserberge. Hui, hoch und runter - das machte Spaß! So hüpften wir gerade an der Behausung der Hafenschlepper, die wir ja schon beim Hafengeburtstag kennen gelernt hatten, vorbei. Wisst ihr noch? An der sogenannten Schlepperbrücke ruhten sich der Schlepper Hans und seine Familie aus.
Im nächsten Moment sahen wir schon den Museumshafen. Dort wohnen die alten schönen Schiffe, die nur noch zu wichtigen Anlässen auf der Elbe fahren oder zum Essen einladen, wie beispielsweise die ‚Bergedorf‘. Hase erblickte als erster den Tiger. Nein, der Tiger war kein Tier, das in fernen Ländern beheimatet ist, er ist ein kleiner Dampfschlepper, der gaaanz laut mit seiner Pfeife tröten kann. Unser Langohr kannte die Tröte noch vom letzten Hafenbesuch und wusste, dass diese sehr laut war. Instinktiv hielt er sich die Ohren zu. Das sah schon ulkig aus, wie er seine langen Ohren zurechtrückte, aber er machte es richtig, um sie zu schützen.

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P5043981Am Ufer der Elbe gab es riesengroße Schiffe, die mit bunten Kisten beladen wurden. Wir waren im Containerhafen angekommen. Auch an Land stapelten sich diese Kisten zu hohen Türmen. So etwas hatten wir schon einmal gesehen, als wir auf dem Weg nach Kiel waren, um die AIDAcara zu besuchen. Seither wussten wir auch, dass in ihnen Waren aus der ganzen Welt transportiert werden. Doch wie das alles funktioniert, werden wir uns bestimmt noch einmal genauer anschauen müssen.
mfw15_073171mfw16_103310Plötzlich fühlten wir uns wie daheim – Hase sprang auf und rief: „Schau mal Igel, da kommt der Riesenvogel, so ein Flugdingens, wie es immer über unsere Behausung fliegt – und da, daaa kommt noch ein anderes!“ Über uns flog ein dickes, weißes Flugzeug mit der Aufschrift ‚Beluga 3‘, dicht gefolgt von einem mit der Aufschrift ‚A-380‘. Wir waren bei Finkenwerder, wie uns berichtet wurde. Riesige Hallen mit großen Fenstern standen am Ufer und Julian sprach: „Links sehen Sie das Airbuswerk Finkenwerder. Hier werden...“ In diesem Moment hörten wir nur noch das Getöse vom Himmel, den beiden Flugzeugen folgten nämlich noch weitere. Alle Gäste an Bord sahen gespannt nach oben, während unsere Fahrt weiter ging …
mfw14_061669mfw14_061692Der Blick meiner Frau richtete sich aber mittlerweile wieder auf das andere Ufer. Blitzweiße Behausungen reihten sich aneinander und streckten sich an einem Berg empor. Sie war ganz und gar hingerissen von diesem Anblick. „Schaut mal, da müssen aber wichtige Menschen wohnen, wenn sie so strahlende Behausungen besitzen.“ sagte sie. Just in diesem Moment erklärte Julian: „Blankenese war ursprünglich ein Fischerdorf am Elbufer. Später wurde es Ruhesitz der Kapitäne und…“

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Die Gäste hörten gespannt zu, doch plötzlich machte sich Erstaunen breit, denn Kai bog schlagartig nach links ab und fuhr quer über die Elbe auf eine Brücke zu. Hase ganz aufgeregt, fragte Julian: „Nach links abbiegen heißt doch in der Seefahrt – nach Backbord abdrehen – oder…? Das müssen die anderen Gäste auch erfahren!“ Julian war erstaunt, dass Hase das wusste und klopfte ihm stolz auf die kleine Schulter. Ihr erinnert Euch? Das haben wir bereits auf der AIDAcara gelernt! An Backbord gibt es keinen Bäcker und an der anderen Seite, an Steuerbord, gibt es normalerweise kein Steuer mehr.
Die Maschine der ‚Lütten Deern‘ hatte auf der Elbe schwer zu arbeiten, dennoch schaffte sie es, die Wellen zu besiegen. Sie schnaufte und klopfte zufrieden vor sich hin.
Julian berichtete weiter: „Wir drehen nun nach Backbord und werden gleich in die Este einfahren. Die Este ist ein kleiner Zufluss der Elbe und führt in die Hansestadt Buxtehude. Hinter der Brücke, direkt vor uns, liegt die Pella Sitas Werft. Dort werden seit sehr vielen Jahren Schiffe gebaut und repariert.“ Während Hase leise vor sich her murmelte und überlegte, wie die großen Schiffe unter der Brücke hindurch kommen würden, erinnerte ich ihn an unser Erlebnis zum Hafengeburtstag. „Schau mal Hase, diese riesigen Masten, mit ihren kräftigen Rohren! Das ist bestimmt so eine Brücke zum hoch - klappen, wie wir sie schon kennen.“
mfw14_061737mfw14_061713Es sollte jedoch etwas anders sein. Diese Brücke war zwar tatsächlich eine Hubbrücke, doch in ihr verbarg sich noch viel mehr. Es war gleichzeitig ein Sperrwerk. „Was um alles in der Welt ist denn nun wieder ein Sperrwerk?“, fragte mich Hase: „Was wird in diesem gesperrten Werk hergestellt?“ Ich wusste es auch nicht, aber etwas später erfuhren wir es durch die hilfreichen Erklärungen unseres Freundes.
„Also, meine Kleinen, die Mündung der Este in die Elbe ist eine Lücke im Deich.“ sagte er zu uns „Ein Deich ist ein aufgeschütteter, langer Berg aus Erde, Steinen und anderen Dingen an den Flüssen hier. Er dient dazu, dass das viele Wasser der Elbe, besonders bei einem Sturm, das Land nicht überschwemmen kann. Deshalb muss diese Lücke geschlossen werden. Eisentore, die Fluttore genannt werden, sind zwischen Elbe und Este an den Deich gebaut worden. So sind Buxtehude, das Alte Land und die anderen Orte sicher vor den Wassermassen. Diese Fluttore mit ihren Motoren, die sie öffnen und schließen können, nennt man Sperrwerk“ Hase bedankte sich mit einer tiefen Verbeugung bei Julian und ich mich mit einem Pfötchenschlag.
Wie im Traum waren wir plötzlich in einer anderen Welt. Nein, nicht wegen der Werft, sondern deshalb, weil es augenblicklich ganz still wurde. Keine Flugzeuge, keine Wellen, keine Schiffe, selbst der Motor der ‚Lütten Deern‘ summte nur noch eine ganz, ganz leise Melodie. Wir waren auf der Este. Ich sah Hase, wie nachdenklich er immer noch war. Er schaute mich an und wir sagten gleichzeitig: „Sperrwerk? - Die Menschen und ihre Begriffe!“ Wir lachten laut. Unser Lachen hallte im Echo, da wir genau in diesem Moment unter einer weiteren Brücke hindurch fuhren. Die anderen Gäste riefen: „Hallo!“ und ein fast unendliches „Halllloooo!“ kam als Widerhall zurück. Wir machten es den anderen Besuchern gleich und riefen auch in die Luft. Hach, war das lustig! Unsere piepsigen Stimmen kamen noch piepsiger zurück und wir lachten umso lauter. Probiert es doch auch einmal aus, wenn ihr unter einer Brücke seid, ihr werdet bestimmt erstaunt sein.
So ruhig wir nun auf dem Fluss dahin glitten, so harmonisch umgab uns jetzt die Natur. Auf der großen Elbe war unsere ‚Lütte Deern‘ gerade noch ein kleines schickes Boot, auf der schmalen Este wirkte sie nun wie ein riesiges Kreuzfahrtschiff.
mfw14_061771mfw14_061773An den Ufern und Stegen lagen kleine Boote. Sie ruhten sich aus und warteten offensichtlich auch auf neue Abenteuer. Überall war es grün und bunt zugleich. Bis ins Wasser gediehen Schilf und Gräser, Blumen blühten in allen Farben und die Menschen hatten ihre Behausungen extra für uns schöngemacht, sie saßen unter Bäumen und Sonnenschirmen und tranken Kaffee, wie unsere Mitbewohner dieses schwarze, heiße Getränk nennen. Es war wirklich schön anzusehen. mfw14_061922
Es gab so viel zu sehen. „Hase, schau mal da hinten, der große schwarze Vogel, der auf dem Ast sitzt!“ Wir schlichen uns mit unserer Barkasse so leise an, dass wir ihm tatsächlich ein ‚Moin‘ hinüber hätten rufen können. Nein, er flog nicht fort, er spreizte sogar seine Flügel und winkte uns zu. Hase, der ihn auch schon entdeckt hatte und interessiert beobachtete, antwortete nur ganz kurz: „Ein Kormoran!“ Oh, war ich stolz auf ihn, denn manchmal passt er ja doch auf. An seiner Vergesslichkeit muss er jedoch noch arbeiten, denn er hatte mir kurz zuvor berichtet, dass er wieder sein Fernglas zu Hause vergessen hatte! ‚Ach der Schlingel!‘ dachte ich so, aber meine Gedanken waren schnell wieder bei der Landschaft …
mfw14_061842mfw14_061823Wenig später sahen wir Schwäne und Enten mit ihren Kindern am Ufer spazieren gehen, sahen Schafe und Pferde grasen und viele, viele Bäume. Unzählige rote, gelbe und grüne Äpfel hingen schwer an den kleinen Ästen und das Tollste, sie waren alle zum Greifen nah.
„Wo ist eigentlich meine Frau geblieben?“ fragte ich Hase. Wir schauten uns um und sahen sie in Gedanken versunken an der Reling stehen. Sie hatte sich bei Julian einen Fruchtsaft besorgt und schaute nachdenklich und bewundernd zugleich die Anpflanzungen der Menschen an. Ein Garten schöner als der andere reihte sie sich aneinander. So entfleuchte ihr ein: „Ach ist das schön!“ und ich verstand was sie meinte. Es war einfach herrlich anzusehen dieses Estebrügge.

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Plötzlich ging Ruck durch das Schiff und riss uns aus unseren Gedanken. Schiffe, insbesondere Barkassen sind sehr freundlich, müsst ihr wissen und so grüßte unser Schiff mit seinem Heck einen Baum im Wasser. mfw14_061870
mfw14_061886Diese Bäume haben kein Blätterdach, sondern sind nur Stämme die tief in den Fluss eingeschlagen wurden. Diese, auch Poller genannten Pfähle, dienen zum einen dem Schutz des Ufers an engen Stellen und zum anderen auch als Ankerplätze für Schiffe. Zum Glück waren der Stamm und die ‚Lütte Deern‘ lieb miteinander – bei der Begrüßung war beiden nichts passiert.
„Schau mal!“ rief ich „wieder eine Brücke! Mit der müssen wir sprechen, damit sie uns durchlässt!“ Hase schüttelte ungläubig seinen Kopf und war außer sich vor Aufregung. Er lief nach vorn und sprach Kai an, doch der hatte keine Zeit. Er telefonierte. Mit wem bloß? Plötzlich, wir glaubten unseren Augen kaum, begann sich die Brücke zu drehen. Nein, sie hob sich nicht, sondern sie drehte sich zur Seite. Erhobenen Hauptes kam unser Advokat zurück und berichtete: „Diese Brücke kann man anrufen und ihr sagen, dass sie sich zur Seite drehen muss. Das habe ich gerade bei Kai gehört. Und wie Ihr seht, es hat geklappt.“ Wir waren beeindruckt. Langsam schob sich unser Schiff durch die nun offene Brücke. Wir sahen weitere Behausungen, die hübsch hergerichtet waren. mfw14_061884
An einer, ihr werdet es kaum glauben, war sogar der kleine Bruder des Feuerlöschbootes aus Hamburg zu sehen. Hier – meint ihr das nicht auch? mfw14_061839Viel zu schnell waren wir durch das schöne Örtchen Estebrügge gefahren. Wieder säumten viele Bäumchen mit knackigen Äpfeln die Ufer. An manchen Stellen standen riesige Birkenbäume direkt am Wasser und ihre Äste hingen in das kühle Nass. Aber zum Nachdenken kamen wir gar nicht, denn wir begegneten einem jungen Mann, der mit einem winzigen Boot auf der Este unterwegs war. Er hatte einen Stock mit zwei Schaufeln in den Händen. Hä??? mfw14_061908
Nein, natürlich war das kein Schaufelstab und kein Boot. Wie wir von den anderen Gästen erfuhren, heißt das Boot Kajak und der Stab mit den Schaufeln Paddel. Der junge Mann tauchte das Paddel abwechselnd an jeder Seite des Kajaks ins Wasser, welches er dabei nach hinten schob. So schaufelte er sein kleines Gefährt langsam voran.
mfw14_061937Hinter einer der folgenden Flussbiegungen die nächste Aufregung. Meine Frau sah es zuerst – sah SIE zuerst – die Kirchturmspitze unseres Wahrzeichens St. Petri! Sie hüpfte vor Freude und sang: „Buxtehude ist schön, Buxtehude ist fein…“ mfw14_061953Und während unsere Barkasse sich weiter durch die Este schlich, kam uns von vorn die Barkasse ‚Buxtehude‘ entgegen. Was für ein Zufall! Die hatten wir bei einem unserer anderen Abenteuer schon im Buxtehuder Hafen gesehen und kurz besucht.
„Hmm!“, sagte meine Frau, „mit der ‚Lütten Deern‘ entfliehen wir für ein paar Stunden dem Trubel der Städte. Sicher sind auf der ‚Buxtehude‘ Menschen, die ab und zu den Trubel brauchen.“ Hase fiel ihr ins Wort: „Dann fahre ich zukünftig mit der ‚Buxtehude‘ zum Trubel!“ „Aber Hase“ fuhr meine Frau fort „warst es nicht gerade Du, der so viel Neues auf der Este entdeckt hat? Welchen Trubel brauchst Du denn noch?“ „Ach meine liebe Igelin, ich glaube, du weißt nicht, was ich des Nächtens so alles in der Welt entdecke. Ich werde dir wohl öfter davon erzählen müssen…“ Wir nickten und es sollte heißen ‚Ja, das kannst du gern tun, du treuer Freund…‘ mfw14_061945Wie anziehend fiel unser Blick auf die Kirchturmspitze, die immer größer und größer wurde. Steuerbord tauchten neue Behausungen auf, die wie große Spielwürfel aussahen.
Hase sprang schon wieder übers Schiff, denn der Hafen von Buxtehude war zu sehen. mfw14_061964Viele Schiffe und Boote lagen hier an den Stegen und ein süßer Leuchtturm glänzte in der Sonne. War das schön anzusehen! Aber schade! mfw14_061983

Mit diesem Anblick ging unsere Reise schon zu Ende. Kai fuhr zum Anleger und Julian machte die ‚Lütte Deern‘ mit dem dicken Tau, das Seil, an Land fest.
Auf die Rückfahrt nach Hamburg warteten viele Menschen, die schon von den Bänken aufgestanden waren. Daher beeilten wir uns von Bord zu kommen. Wir verabschiedeten uns von den Gästen und bedankten uns bei Julian und Kai. Unsere beiden Freunde bekamen von meiner Frau noch ein Küsschen und wir Jungs winkten mit unseren Halstüchern zum Abschied.

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So machte sich die ‚Lütte Deern‘ auf den Rückweg nach Hamburg und wir uns auf den Heimweg. Wir liefen durch die wunderschöne, gemütliche Altstadt, an der St.-Petri-Kirche, dem Museum, den Straßencafes und dem alten Rathaus vorbei, weiter beim ‚Hase und Igel Denkmal‘ und in der Bahnhofstraße grüßten wir den ‚Hund der mit dem Schwanz bellt‘. Schnell waren wir am Bahnhof Buxtehude, von dem wir heute früh gestartet waren, angekommen. So ging schöner Tag zu Ende und wir saßen am Abend noch lange zusammen und sprachen über unsere Erlebnisse.

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Das Video zur Geschichte - Mit der Barkasse von Hamburg nach Buxtehude

 

 

 

alle Bilder zur Geschichte und mehr - findet Ihr hier